Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Gedichte’ Category

Frohe Weihnachten


image
Foto: A.Dell Großkrippe Wetzlar

Die heilige Nacht

Gesegnet sei die heilige Nacht, 
die uns das Licht der Welt gebracht!
Wohl unterm lieben Himmelszelt 
die Hirten lagen auf dem Feld. 

Ein Engel Gottes, licht und klar, 
mit seinem Gruß tritt auf sie dar. 
Vor Angst sie decken ihr Angesicht, 
da spricht der Engel: "Fürcht’t euch nicht!" 

"Ich verkünd’ euch große Freud: 
Der Heiland ist geboren heut." 
Da gehn die Hirten hin in Eil, 
zu schau’n mit Augen das ewig Heil; 

zu singen dem süßen Gast Willkomm, 
zu bringen ihm ein Lämm’lein fromm.
Bald kommen auch gezogen fern 
die heil’gen drei König‘ mit ihrem Stern. 

Sie knieen vor dem Kindlein hold, 
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold. 
Vom Himmel hoch der Engel Heer 
frohlocket: "Gott in der Höh’ sei Ehr!"

(Eduard Mörike)

Ein gesegnetes Weihnachtsfest
wünscht Euch allen
Anntheres

Advertisements

Read Full Post »

4. Advent


IMG_1820

Foto: A. Dell

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Read Full Post »


P1000696

Foto. H. Autschbach

In der Nacht vorm Christ

In der Nacht vorm Christ fängt’s an zu schnei’n,
die Welt liegt still, als schliefe sie ein.
Der Engel tritt an den Waldessaum
und trägt einen brennenden Weihnachtsbaum.

Äpfel und Nüsse sind daran
und auch ein Herz aus Marzipan.
Und der Lichtlein leuchten wohl hundert und mehr
und streuen ihren Schimmer weit umher.

Der Engel lugt ins schlafende Land
und steigt hinab, den Baum in der Hand,
und unten geht er von Haus zu Haus,
weht keins der himmlischen Lichter aus.

In alle Fenster sieht er hinein,
ob da auch schlafende Kinder sein,
da geht ein Lächeln durch ihren Traum,
und sie träumen alle vom Weihnachtsbaum.

Große Kinder und alte Leut
sagen dann wohl stillerfreut:
,,Morgen Abend um diese Zeit",
Und sehn zum Fenster hinaus, wie’s schneit.

Ganz leise fallen die Flocken und dicht,
ist alles so still und weiß und licht,
nur ganz Kluge, Helläugige seh’n
vom Engel noch leichte Spuren geh’n.

Als ob ein zierliches Rehlein lief,
ganz obenhin, sank gar nicht tief.
Blieb aber, riech nur, in der Luft
so ein seltsamer süßer Duft.

Und liegt überm Land und weit hinein
so ein stiller, himmlischer Schein
wie auf der schlafenden Kinder Gesicht
der Widerschein vom Weihnachtslicht.

 

Gustav Falke

11.01.1853-08.02.1916

Read Full Post »

1. Advent


IMG_1127

Foto: A. Dell

Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier !
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen !

Matthias Claudius (1740 – 1815)

Read Full Post »

Weihnachten


IMG_0027-001

Foto: A. Dell

 

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnee’es Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorf

 

Ich wünsche Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest
und einen guten Beginn des Neuen Jahres 2014

Herzlichst

Eure Anntheres

Read Full Post »

2. Advent


image

Foto: A. Dell

Verse zum Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane

Einen schönen Adventssonntag wünscht Euch allen

Anntheres

Read Full Post »

Martinslied


 

Martinslied

Wir kommen daher geschritten
Im Namen des heiligen Martin
Wir kommen euch zu bitten
Im Namen des heiligen Martins.
Dem Martinstag zu Ehren
Wollt uns Kindern was bescheren!
Sanct Martin war ein guter Mann,
Er nahm sich der kleinen Kinder an.
Und wenn er auf seinem Schimmel ritt,
So bracht’ er den kleinen Kindern was mit.
So mögt ihr unser gedenken.
Uns Kindern auch was schenken:
Nüss’ und Äpfel und Hingkuchen.
Ihr dürft nicht lang im Hause suchen,
Ihr habt genug an Speis’ und Trank;
Für Nüss’ und Äpfel und Honigkuchen.
Empfangt ihr unsern schönsten Dank.
Mag Gott auf allen Wegen und Stegen
Euch gnädig sein!
Mag Gott euch immer Heil und Segen
Hiernieden verleih’n!

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Titel: Martinslied (1)
Buch: Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben
(Erste vollständige Ausgabe, Zweite Auflage 1878)

Und hier könnt Ihr die Lebens-Geschichte von St. Martin nachlesen:
http://www.heiliger-martin.de/geschichte/

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: