Gastbeitrag von Horst Sievert von Senioren-Lernen-Online – übernommen mit seiner Genehmigung aus seinem Blog HoSi’s Kurse.
Nonliner – Welche Technik
Die Entwicklung des persönlichen Computers hat in den letzten zwei Jahrzehnten viele Änderungen gebracht. Leider raten auch viele erfahrene Nutzer dem digitalen Außenseiter zur Nutzung von überholter Technik, die dann dem bisherigen Nonliner das Leben erschwert. Ich versuche das an ein paar Beispielen zu dokumentieren.
Desktop
Den Durchbruch – auch für die private Nutzung – hat der Computer als Desktop-Gerät gemacht. Die erforderliche Technik besteht aus dem eigentlichen Rechner, Monitor, Tastatur und Maus. Eine derartige Konfiguration hat durchaus auch heute noch Vorteile – doch keinesfalls für einen digitalen Außenseiter. Er wird durch viele Bauteile und deren Kabelverbindungen irritiert und muss sich auch noch mühsam in die Handhabung der Teile einarbeiten.
Ein großer Nachteil ist es auch, dass diese Technik nur stationär genutzt werden kann. Schon beim Einarbeiten, z.B. in einem Internetcafe für Senioren oder in der Volkshochschule, kann man nicht auf dem eigenen Computer arbeiten. Oder man muss Dinge erlernen, die beim eigenen moderneren Gerät schon nicht mehr erforderlich sind. Das gilt z.B. für die Nutzung der Maus, mit der man über die Schreibtischoberfläche fährt und dabei einen Pfeil auf dem Monitor steuert.
Laptop
Dieser Gerätetyp hat sich in den letzen Jahren als Standard durchgesetzt. Die Bauteile Rechner, Monitor, Tastatur und Maus sind zu einem Gerät zusammengefasst. Die Bedienung erfolgt auch nicht mehr mit der Maus, sondern mit einem sogenannten Trackpad, mit dem man den Pfeil auf dem Monitor steuert.
Vorteilhaft ist auch die gegenüber der Desktop-Technik wesentlich geringere Größe, die Beweglichkeit verspricht. Es stehen keine sperrigen Geräte mehr herum und einen Laptop kann man relativ leicht zum Lernen an einen anderen Ort tragen.
Tablet
Eine noch größere Flexibilität lässt sich mit einem Tablet, wie z.B. dem iPad, erreichen. Hier sind auch Rechner, Monitor und Tastatur in einem Gerät vereinigt. Aber weder Maus noch Trackpad sind erforderlich, denn statt einen Pfeil zum Auslösen von Funktionen auf dem Monitor zu bewegen, werden jetzt viele Funktionen unmittelbar auf dem Bildschirm mit den Fingern ausgelöst: Man startet Anwendungen, schreibt auf einer virtuellen Tastatur und vergrößert z.B. Bilder durch Auseinanderspreizen von Daumen und Zeigefinger.
Wie diese Tablets quasi kinderleicht zu bedienen sind, führen mir immer wieder meine Enkel vor. Selbst der 1 1/2jährige kann bereits in einem Bilderalbum blättern, wenn er einfach mit einem Finger über den Bildschirm wischt. Wie selbstverständlich spielen 4jährige YouTube-Videos ab, hören aber auch beliebte Musik, die sie eifrig mitsingen. Für größere Kinder ist es dann auch kein Problem Texte zu schreiben, Audios aufzunehmen, Bilder zu verändern usw. usw.
Gerade lese ich, dass in drei Jahren, also 2015, jeder zweite Deutsche einen Tablet besitzen wird. Hoffentlich sind auch viele der heutigen digitalen Außenseiter dabei!
WLAN
Auch das Internet hat sich in den letzten 5 Jahren stürmisch entwickelt. An den meisten Orten ist ein Breitbandzugang vorhanden – leider noch immer nicht in an allen, wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe. Moderne Computer, wie Laptop und Tablet, kann und sollte man jetzt per Funk und ohne Kabel mit dem Internet verbinden. Die dafür erforderlichen WLAN-Router werden von allen Diensteanbietern kostengünstig bereitgestellt.
Drucker
Jetzt gibt es natürlich auch in der digitalen, papierlosen Zeit immer wieder Dinge, die man gern ausdrucken möchte. Sicher ist es nicht erforderlich, die gesamte Mail-Korrespondenz auf Papier zu archivieren. Es wird aber immer noch Informationen geben, die man in der bisher gewohnten Weise "in aller Ruhe" lesen möchte. Moderne Drucker lassen sich erfreulicherweise wie die Computer über das WLAN anschließen. Das ist eine Lösung, die ich sehr empfehlen kann!
Mag sein, dass ich mit diesem grundsätzlichen Rat zu mobilen Geräten nicht bei allen Beratern von Nonlinern ankomme?! Doch hoffentlich können diese sich in die Situation von Anfängern, wie meine Enkel und eben die oft älteren digitalen Außenseiter es sind, denkt








